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Arbeit 4.0: Diese 9 Trends werden das HR-Management künftig beschäftigen

Entwicklung im Personal-Management muss jetzt starten

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Welche Megatrends lassen sich hinsichtlich Arbeit 4.0 feststellen? Eine Studie der Universität St. Gallen liefert Antworten. 9 dieser Trends werden das HR-Management besonders herausfordern. Frederico Rinke

Die Arbeit und Arbeitsgestaltung wurde im Verlauf der Zeit durch die verschiedenen industriellen Revolutionen stark beeinflusst. Vom Webstuhl über das Fließband bis hin zur Erfindung des Computers blieb aber eines gleich: Maschinen unterstützten den Menschen bei seiner Arbeit. Heute ist jedoch immer mehr von ersetzen statt unterstützen die Rede. Maschinen lernen das Denken und übernehmen so zum Teil Funktionen, die bisher uns Menschen vorbehalten war.Wie wirkt sich diese 4. industrielle Revolution auf die Arbeit der Zukunft aus? Diese Frage beschäftigt mich seit einiger Zeit. Kürzlich bin ich in dem Zusammenhang auf eine interessante Studie* gestoßen. Diese stellt basierend auf 60 Experten-Interviews 25 Thesen über die Megatrends der Arbeit 4.0 auf.

Folgende 9 Trends sind meines Erachtens für das HR-Management besonders relevant:

1. Netzwerke prägen die neue Arbeitswelt: Viele Prozesse werden heute standardisiert im Hintergrund durch verschiedene Unternehmen abgewickelt. Manche Arbeitsplätze und Produkte sind deshalb nicht mehr eindeutig einer Organisation zuzuordnen. Vormals starre Strukturen werden dadurch zunehmend liquid.

2. Fachliche Expertise kommt vor Organisationszugehörigkeit: Special Interest Communities werden für spezialisierte Fachkräfte immer wichtiger. Sie tauschen sich weltweit mit Gleichgesinnten aus. Gegenüber der Community sind sie loyal. Organisationszugehörigkeit und Hierarchien werden zweitrangig.

3. Arbeitskraft „on demand“: Spezifische Leistungen werden immer weniger unternehmensintern erbracht. Hochqualifizierte Fachkräfte werden auf Projektbasis engagiert. So wandelt sich das Arbeitsverhältnis zum Arbeitseinsatz.

4. Arbeit wird komplett mobil: Arbeitsleistungen werden im Rahmen von Projektarbeiten rund um die Welt erbracht. Wo sich ein Leistungsbringer befindet spielt kaum noch eine Rolle. Gearbeitet wird überall, das Büro wird zum temporären Ankerpunkt für Zwischenmenschliches und Networking.

5. Mit einem Bein schon beim nächsten Arbeitgeber: Flexible Arbeitsformen führen dazu, dass sich die Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer langsam löst. Das erschwert die systematische Personalentwicklung.

6. Digitale Akkordarbeit nur vorübergehend: Digitale Leistungen werden heute in kleinste Teile zerlegt und an Cloud- bzw. Click-Worker delegiert. Diese Akkordarbeit dürfte jedoch bald voll digitalisiert werden.

7. Überwachen statt machen: Maschinen arbeiten immer selbstständiger. Das gilt insbesondere für Routinevorgänge und körperlich belastende Tätigkeiten. Der Mensch ist also nicht mehr Leistungserbringer, sondern Überwacher. Er kontrolliert und greift nur noch im Notfall ein.

8. Menschlichkeit gewinnt an Bedeutung: Arbeiten mit direkter menschlicher Interaktion werden aufgewertet – besonders in Hochlohnländern. Hingegen fallen standardisierbare Tätigkeiten vermehrt Offshoring und Effizienzdruck zum Opfer. Davon sind ICT-Berufe besonders getroffen.

9. Technisches Können wichtiger als formale Qualifikationen: Wir erleben eine neue Generation an „Wunderkindern“. Technisches Können tritt in den Vordergrund. Frühreife App-Tüftler und Datenexperten erobern die obersten Unternehmensetagen. Das wirkt sich stark auf die Unternehmenskulturen aus.

Vor diesen Trends kann und soll sich das Personal-Management nicht verstecken. Sie müssen ins heutige Handeln einfließen, um für die Arbeitswelt 4.0 gerüstet zu sein. Das bedeutet zum Beispiel einen Wandel von der Präsenz- zur Ergebniskultur, die Stärkung der Dialogkompetenz in der Führungsetage oder auch das Schaffen von Plattformen und Communities außerhalb der eigenen Organisation. Das alles geht natürlich nicht von heute auf morgen und verlangt nach einem kritischen Hinterfragen der eigenen Personalstrategie. Deshalb umso wichtiger: Starten Sie den Prozess hin zur Arbeit 4.0 jetzt!

* Shareground und Universität St. Gallen, August 2015: Arbeit 4.0: Megatrends digitaler Arbeit der Zukunft – 25 Thesen

Die Ergebnisse der Studie:

Arbeit_4.0_Megatrends

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

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