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Arbeitsmarkt Berlin: Ideal (nicht nur) für Quereinsteiger

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Wie findet man in einer Millionenstadt wie Berlin die richtigen Bewerber für Fach- und Führungspositionen? Mit dieser Frage werden die Mitarbeiter des Hauptstadtbüros von Mercuri Urval jeden Tag aufs Neue konfrontiert. So unterschiedlich wie die Anforderungen an die Kandidaten ist auch die Vielzahl an Arbeitsmöglichkeiten. Gerade für Quereinsteiger bietet Berlin aufgrund der vielen jungen und internationalen Unternehmen gute Chancen.

In den vergangenen Jahren eröffneten viele internationale Firmen unterschiedlichster Branchen neue Standorte in Berlin. Das wird auch in absehbarer Zeit so bleiben – von jungen IT-Start-Ups über produzierende Firmen bis hin zu Dienstleistern ist der Branchenmix in der Hauptstadt breit gestreut. Nach Berlin zieht es sowohl den typischen Nerd als auch den Personalleiter einer internationalen Kosmetikkette. Unternehmen, die in Deutschland Fuß fassen wollen, kommen gerne nach Berlin. Denn Berlin ist im internationalen Vergleich die einzige echte Großstadt Deutschlands. Durch seine Geschichte und Internationalität wird Berlin durch das Zusammenleben von vielen Kulturen und Nationalitäten geprägt. Das spiegelt sich auch in den Unternehmen wider und zieht zugleich weitere Unternehmen an.

Gerade für junge Unternehmen ist Berlin ein attraktiver Standort, denn hier spielt das Statusverlangen eine geringere Rolle als anderswo. Hier möchten die Menschen etwas bewegen – und wer mit seinen Ideen in Berlin Erfolg hat, schafft es meist auch in anderen Städten. Das Streben nach Individualität fördert unkonventionelles Denken, die hier mit Professionalität Hand in Hand geht. Keine Frage, Berlin hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Stadt wird immer ‚erwachsener‘, ohne dass sie ihre Individualität verliert. Wenn wir beim Executive Search bundesweit Kandidaten ansprechen, dann ist die Umzugsbereitschaft nach Berlin fast immer gegeben. Dabei ist es ein großer Unterschied, ob man die Stadt nur besucht oder ob man in ihr lebt. Berlin ist eine Metropole, die polarisiert – entweder man liebt oder man hasst Berlin und die Mentalität seiner Einwohner. Kritiker bemängeln die Nachlässigkeit und den Schlendrian im öffentlichen Dienst – wie das Beispiel des Flughafens BER zeigt. Oder einfach nur die unfreundlichen Taxifahrer… Wer so empfindet, ist vielleicht in Stuttgart oder München besser aufgehoben.

Was den Bedarf an Arbeitskräften angeht, die aktuell in Berlin am meisten gesucht werden, so unterscheidet sich die Hauptstadt nicht groß von anderen Städten. Allerdings hat Berlin eben den Vorteil, dass die Kandidaten eher bereit sind, nach Berlin zu ziehen als etwa nach Frankfurt/Oder. Natürlich werden im IT-Bereich händeringend Programmierer gesucht, in der Gastronomie fehlt es an Köchen und es gibt nie genügend Sales Manager. Es ist für uns als Personalberater jedoch spannender, passende Kandidaten zu finden, da wir oft auch auf internationale Bewerber ausweichen können und die Firmen nicht ganz so traditionell in Bezug auf Kandidaten denken. In Berlin gibt es zudem oft die Möglichkeit, auch ohne Deutschkenntnisse zu arbeiten.

Berlin ist zudem ein gutes Pflaster für Quereinsteiger, die den Mut haben, sich initiativ zu bewerben. Berlin bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Netzwerken, um Kontakte zu knüpfen und Referenzen zu nutzen. Es gibt immer jemanden, der jemanden kennt, der einen empfiehlt. Empfehlungen funktionieren besonders in internationalen oder jungen Unternehmen, von denen Berlin sehr viele hat. Wenn man einmal den Fuß in der Tür hat, muss man als Quereinsteiger nur noch selbst hindurch gehen und seine Chance nutzen.

Ein Tipp für alle Quereinsteiger: Personalverantwortliche lesen, auch wenn das überraschend klingt, meistens zuerst den Lebenslauf und erst dann das Anschreiben. Sollte es im Lebenslauf Lücken geben oder sich nicht erschließen lassen, warum sich die Person für diese Position bewirbt, muss es im Anschreiben deutlich werden. Und zwar kurz und knackig, denn mehr als eine Seite darf es nicht lang sein. Wenn der Lebenslauf untypisch für die Stelle ist, dann sollte man das im Anschreiben offen ansprechen. Daher sollten Bewerber die Stellenausschreibung detailliert lesen und verstehen, was zwischen den Zeilen steht. Wenn etwa in einer Ausschreibung erste Erfahrung in der Führung eines Teams verlangt wird und der Bewerber diese nicht hat, dann sollte er mit ein oder zwei Beispielen belegen, wie er diese Führungskompetenz anders erworben und vor allem bewiesen hat. Zum Beispiel im Leiten von abteilungsübergreifenden Projekten oder durch eine fachliche Führung. Der Lebenslauf und das Anschreiben sollten den Leser neugierig machen, welche Person dahinter steckt. Das heißt, erläutern, wie es zur Bewerbung kommt und weshalb man trotzdem geeignet ist. Aber man sollte nicht zu viel verraten, damit der Personalverantwortliche wirklich zum Gespräch einlädt.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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