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Die Arbeitswelt der Zukunft: Wird Künstliche Intelligenz den Menschen ersetzen?

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Im November 2018 fand in Kooperation mit der IHK Wiesbaden der 2. Mercuri Urval Zukunftsdialog statt. Der Zukunftsdialog stand in diesem Jahr unter der Überschrift: „Agil, Individuell, Intelligent? Die Arbeitswelt der Zukunft“. Dazu konnten Florian Schmitz, Consultant bei Mercuri Urval, und Sabine Meder, Geschäftsführerin Finanzen und Organisation, designierte Hauptgeschäftsführerin der IHK Wiesbaden, rund 80 Gäste im Erbprinzenpalais in Wiesbaden begrüßen. Mit dem bekannten Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck und dem IT-Unternehmer Eric Fritz hatten die Organisatoren zwei spannende externe Speaker gewinnen können. Dr. Jeannine Hertel, Group Director bei Mercuri Urval, diskutierte im Anschluss an die Vorträge mit ihnen. Dabei wurden auch Fragen aus dem Publikum beantwortet.

Eric Fritz, COO bei der Digitalagentur DI Unternehmer, gab den Zuhörern in seinem Vortrag einen kurzen Überblick über die rasante technologische Entwicklung. Anhand zahlreicher Beispiele machte er anschaulich, wie schnell sich neue digitale Geräte und Dienstleistungen sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben durchgesetzt haben und wie ganze Ökosysteme neu entstanden sind. Auch wirtschaftlich macht sich diese Entwicklung bemerkbar. 2006 gehörten neben Tech-Unternehmen auch Energie- und Finanzkonzerne zu den wertvollsten Marken der Welt, zehn Jahre später waren es fast nur noch Tech-Unternehmen. „Der Wert und die Bedeutung einer Marke bemisst sich nicht mehr nach Umsatz, Ertrag, Mitarbeitern oder anderen Basiskennzahlen, sondern daran, wie wertvoll die Daten und der Zugang zu Kunden sind, die dieses Unternehmen besitzt“, sagt Eric Fritz.

Der IT-Unternehmer betonte auch, dass der digitalen Transformation kaum Grenzen gesetzt sind. Neben der Geschwindigkeit, mit der neue Technologien entwickelt werden, verdeutlichte er auch, wie rasch diese im Preis sinken und damit für viele Nutzer verfügbar werden. In der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sieht er eine Chance und zeige auf, was künftig möglich sein wird und welche Chancen sich auftun. Eric Fritz wies aber auch auf mögliche Gefahren dieser Entwicklung hin. „Wir haben eine up and down side Technologie. Das heißt, die Technologie ist zunächst einmal gut und bahnbrechend, aber nur so lange, bis sie in die falschen Hände gerät.“ So hätten Wissenschaftler der University of Wahsington im Sommer 2017 mithilfe von Künstlicher Intelligenz einen virtuell echt aussehenden Präsidenten Barack Obama erschaffen und gefälschte Reden halten lassen. Fritz zitierte darüber hinaus Eric Schmidt, einen der Google-Gründer: „Irgendwo in einer Garage zielt jemand auf uns und der kommt vor allem aus einer Ecke, aus der wir ihn am wenigsten erwarten. Wir stellen momentan ganz stark fest, dass Wettbewerb an Ecken entsteht, an dem er gar nicht vermutet wurde.“

Dr. Henning Beck befasste sich in seinem Vortrag dagegen mit dem, was jeder Mensch hat, aber unterschiedlich nutzt: dem Gehirn. Anhand von ausgewählten Beispielen und gezielten Fragestellungen verdeutlichte er den Unterschied zwischen der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns und der Funktion von künstlicher Intelligenz. Dabei wurde den Zuhörern auch klar, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz das menschliche Gehirn so schnell nicht wird schlagen können: Nämlich in seiner Kreativität, Ideen zu entwickeln und der Fähigkeit, kritische Fragen zu stellen, um daraus zu lernen. So gelang es Dr. Beck, die überzogenen Erwartungen an die Entwicklung Künstlicher Intelligenz und die damit verbundenen Ängste zu relativieren. Vielmehr hob er hervor, was den Menschen einzigartig macht.

Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion von Dr. Jeannine Hertel mit Eric Fritz und Dr. Henning Beck wurde deutlich, dass sich der Mensch und insbesondere der Arbeitnehmer keine Gedanken oder Sorgen darüber machen muss, in seiner täglichen Arbeit von Künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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