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Wenn Headhunter zu Perlentauchern werden

Gezielt ansprechen statt mit unpassenden Angeboten nerven

Im Zeitalter des Fachkräftemangels werden Direktansprachen immer häufiger – vor allem im Ingenieurwesen der Baubranche. Um als Recruiter positiv aufzufallen zählt vor allem die seriöse Vorbereitung und gute Kontaktpflege. 

Aufgrund des Fachkräftemangels werden heute besonders Bauingenieure regelmässig durch Head Hunter angegangen. Für sie ist es schon lange kein Kompliment mehr, wenn sie per Xing angeschrieben oder direkt angerufen werden. Hier gilt es zu punkten, indem man gezielt Kandidaten anspricht und bestehende Kontakte gut pflegt.

Wie gelingt die Direktansprache?

  • Fokus auf Projekte: Bauingenieure lassen sich am besten mit spannenden Projekten und einem attraktiven Aufgabenbereich überzeugen. Neue Erfahrungen sammeln, fachliche Weiterentwicklung und eine angenehme Arbeitsatmosphäre sind ebenfalls zentral. Die Salärfrage ist für den Bauingenieur meist zweitrangig.
  • Qualitatives Research: Es ist erfolgsentscheidend, sich über einen Kandidaten und dessen Aufgabenbereich genau zu informieren. Z.B. wird nach einem dem Stellenprofil entsprechenden Bauprojekt gesucht, um dann die zuständige Person anzusprechen. Der Researcher wird regelrecht zum Perlentaucher.
  • Gezielte Ansprache: Der Researcher muss die gleiche Sprache sprechen wie der Bauingenieur, verstehen was ihn effektiv zu einem Wechsel bewegen könnte. Kenntnisse über seinen genauen Aufgabenbereich und laufende Projekte sind zentral. Bauingenieure werden oft genug von Recruitern genervt, welche noch nicht einmal wissen, ob die Person im Hoch- oder Tiefbau tätig ist.
  • Den Unterschied ausmachen: Die Persönlichkeit des Researchers ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine Ansprache darf durchaus auch einmal unkonventionell sein, um Aufmerksamkeit zu erhalten und für Wiedererkennung zu sorgen. Es ist wichtig, ernsthaftes Interesse für sein Gegenüber zu zeigen. Auf Kandidaten, die man bereits persönlich kennt, geht man mit den für sie passenden Angeboten zu.

Wo gibt es bei Arbeitgebern Verbesserungspotenzial?

Der Erfolg einer Direktansprache hängt nicht allein vom Researcher ab, sondern vor allem auch vom künftigen Arbeitgeber. Ingenieurbüros investieren momentan jedoch kaum in ihre Arbeitgebermarke. Es gilt aufzuzeigen, was für die eigene Unternehmenskultur spricht, welche Erfahrungen eine Person sammeln kann, welche Projekte aktuell laufend oder geplant sind. Mit Fotos, Filmen, Interviews oder einem Blog wird z.B. vermehrt ein Einblick ins Team und den Arbeitsalltag gewährt.

Was sollten Bauingenieure beachten?

Auch wenn sie stark gefragt sind, dürfen sich Bauingenieure nicht einfach zurücklehnen und auf das beste Angebot warten. Ihnen sollte bewusst sein, dass die meisten Positionen in dieser Branche über Personalberater besetzt werden. Deshalb lohnt es sich, Direktansprachen gegenüber offen zu sein. Auch wenn die Telefonanrufe manchmal mühsam sind, ist es hilfreich, hinzuhören und den Kontakt auch selber aufrechtzuerhalten.

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

3 Responses »

  1. Ich würde mir generell wünschen, dass mehr Stellen auf solch gezielte und somit beiden Seiten angepasste Art und Weise besetzt werden würden. Weniger Perlen für vor die Schweine, mehr für Alle..so irgendwie

    • Lieber Herr Willimann

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Sie bringen es auf den Punkt: Das Geheimnis ist, die Lösung zu finden, welche für beide Parteien optimal ist. So werden langfristige Zusammenarbeitsverhältnisse gewährleistet und wachsende Erfahrungswerte und weiterentwickeltes Know-how bleiben einer Unternehmung erhalten.

Trackbacks

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