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Wie motiviert man für berufliche Veränderung?

Direct Search heisst, Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen

Bei der Direktansprache werden potenzielle Kandidaten angesprochen, die meist nicht aktiv auf der Suche sind. Wie schafft man es, sie für eine neue berufliche Position zu motivieren? Indem man ihren Bedürfnissen entspricht! Auch für Arbeitnehmer ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen.

Arbeitnehmer, die über Direct Search angesprochen werden, haben sich mehrheitlich noch nicht mit einer beruflichen Veränderung auseinandergesetzt. Es gilt daher, die Motivation dafür zu wecken. Motivation für ein Verhalten entspringt unter anderem der Erwartung, durch ein bestimmtes Verhalten ein Bedürfnis befriedigen zu können. Wer also die Bedürfnisse eines Menschen kennt, kann ihn für etwas gewinnen bzw. motivieren. Eine einflussreiche Theorie in diesem Gebiet ist die Bedürfnistheorie nach Maslow (1943). Dabei handelt es sich um die bekannteste Klassifikation von Bedürfnissen welche gerade die Praxis der Arbeitsgestaltung wesentlich beeinflusst hat.*

 

Maslow-Pyramide

 

Nach dieser Theorie kann jemand nur dann für eine Veränderung motiviert werden, wenn die neue Herausforderung bestimmte aktuelle Mangelsituationen behebt oder neuen Raum für persönliches Wachstum bietet. Zum Beispiel durch:

  • gute Arbeitsbedingungen
  • attraktives Gehalt
  • soziale Beziehungen am Arbeitsplatz
  • Anerkennung für geleistete Arbeit
  • Mehr Verantwortung

Die Befriedigung von persönlich relevanten Bedürfnissen ist zentral für die Motivation.

Direktansprache als Motivationsprozess

Für die Direktansprache lassen sich aus der Theorie von Maslow konkrete Handlungen ableiten:

  1. Angebot hinterfragen
    Kann die gebotene Funktion die Bedürfnisse von potenziellen Kandidaten in einem sinnvollen Mass befriedigen? Z.B. durch eine Erweiterung des Tätigkeitsprofils oder bessere Anstellungsbedingungen? Wenn nicht, überdenken Sie die Zielgruppe der Direktansprache besser noch einmal.
  2. Bedürfnisse ansprechen
    Sprechen Sie zu Beginn bestimmte Grundbedürfnisse des Menschen gezielt an (soziale Anerkennung, Wertschätzung, Aufstiegsmöglichkeiten, usw.)
  3. Bedürfnisse erfragen, verstehen und darauf eingehen
    Wer die Bedürfnisse der Kandidaten erkennt und versteht, motiviert sie durch die optimale Passung von Bedürfnissen und Rahmenbedingungen/Anforderungen eines Jobs. Auch ein Vorstellungsgespräch ist nicht eine blosse Prüfung des Kandidaten ist, sondern ein Gewinnungsprozess.
  4. Motivation aufrechterhalten
    Offene Kommunikation und Glaubwürdigkeit sind wichtig, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Zudem sollte der Rekrutierungsprozess straff und effizient ablaufen.

 

Das gilt für Kandidaten

Als Arbeitnehmer ist es wichtig, sich seiner Bedürfnisse bewusst zu sein, um auf Direktansprachen angemessen zu reagieren. Was ist mir wichtig? Was muss eine Stelle bieten, damit ich mir einen Wechsel ernsthaft überlege? Was motiviert mich? Womit bin ich im Moment nicht zufrieden? Was will ich in Zukunft erreichen?

So können Sie besser beantworten, ob und inwiefern die angebotene Stelle eine Verbesserung für Sie ist. Allgemein gilt: Auch wenn Sie nicht aktiv auf der Suche sind, sollten Sie offen sein und hinhören! Vielleicht wird Ihnen gerade die berufliche Chance Ihres Lebens angeboten?

*Maslow postulierte ausserdem, dass Bedürfnisse hierarchisch geordnet seien. Ein nächst höheres Bedürfnis würde also erst dann aktualisiert, wenn das hierarchisch untergeordnete Bedürfnis befriedigt ist. Diese Hypothese konnte von der Forschung bisher so nicht bestätigt werden.

Bildquelle: drgst.de

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

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