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Emotionen vs. Rationalität

Die Geschäftsübergabe in Familienunternehmen ist oft von Gefühlen geprägt

Die eigene Nachfolgeplanung ist eine der schwierigsten Führungsherausforderungen. Neben finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen erschweren in Familiengesellschaften oft emotionale Aspekte eine sachlich-rationale Lösung. 

Familienunternehmen sind praktisch bei jedem wichtigen Entscheidungsprozess damit konfrontiert, rationale gegenüber emotionalen Faktoren abzuwägen. Die Bereiche Familie, Unternehmen, Führung und Eigentum überschneiden sich. In inhabergeführten Unternehmen ist der wichtigste Aktivposten in der Regel der Unternehmer selber. Oft treffen wir auf eine stark durch den Patron geprägte Kultur sowie eine patriarchalisch ausgerichtete Organisationsstruktur. Bei der Nachfolgeregelung kommen emotionale Aspekte deshalb besonders ausgeprägt zum Vorschein. Kritische Punkte sind beispielsweise:

  • Lebenswerk: Eine Geschäftsübergabe bedeutet für den Unternehmer häufig die Trennung vom eigenen Lebenswerk.
  • Status: Die Übergabe hat auch Einfluss auf Einkommen, Vermögen und letztlich Status des abtretenden Familienoberhaupts.
  • Werte: Langfristiges Denken und Kontinuität werden in Familienunternehmen meist höher gewichtet, als kurzfristige Aktionärsinteressen. Diese und andere zentrale Unternehmenswerte sollen durch eine bestenfalls familien- oder allenfalls unternehmensinterne Nachfolgeregelung bestehen bleiben.
  • Fehleinschätzung: Der Wunsch nach Beständigkeit birgt die Gefahr, dass der Wille zur Übernahme des potenziellen Nachfolgers, respektive dessen Fähigkeiten dazu, überschätzt werden.
  • Erbe: Erfolgt die Nachfolge familienintern, stellen sich Erbschaftsfragen, welche zusätzlich zu Spannungen und Zerwürfnissen führen können.

Übergangsphase kurz halten

Steht die Nachfolge fest, ist eine möglichst kurze Übergangsphase im Interesse aller Beteiligten. Die Gefahr, dass das Aufeinandertreffen von zwei ausgeprägten Führungspersonen längerfristig zu Reibungen führt, ist sehr gross. Bisherige Kadermitarbeitende oder die nachfolgende Generation haben es schwer, aus dem Schatten des langjährigen Patrons oder Vaters zu treten. Hier kann eine geplante, längere physische Abwesenheit des Vorgängers helfen. Warum nicht gerade jetzt die längst ins Auge gefasste mehrmonatige Weltreise unternehmen?

Professionell und rational

Die Komplexität und besonders Emotionalität des gesamten Prozesses bedingt eine frühzeitige Planung und spricht für den rechtzeitigen Einbezug eines professionellen Beraters. Seine externe, neutrale Sichtweise bietet eine gute Grundlage dafür, dass rationale Aspekte gegenüber emotionalen Motiven nicht zu kurz kommen.

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

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