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Homeoffice!

Homeoffice

Die durch tägliches Pendeln verlorene Zeit ist immens. Dabei wäre es in vielen Branchen überhaupt kein Problem, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Vorbehalte gegen die Arbeit im Homeoffice gibt es sowohl bei Unternehmen als auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei zeigt Mercuri Urval, wie es geht: durch klare Zielvereinbarungen! Dann liegt es an den Mitarbeitern, strukturiert zu arbeiten und Ziele zu erreichen. Unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsort.

Das tägliche Pendeln zur Arbeit stellt für viele Berufstätige einen belastenden Zeitverlust dar. Ursachen hierfür sind frühes Aufstehen, überfüllte Züge und Straßen, sowie die stete Gefahr, dass die Anfahrtszeit erheblich verlängert wird. Dennoch nehmen die Zahl der Pendler sowie die zurückgelegten Strecken weiter zu. Mit 60 Prozent ist es mittlerweile die Mehrheit der Arbeitnehmer, so eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. 1,3 Millionen Arbeitnehmer fahren täglich sogar mehr als 150 Kilometer – in eine Richtung. So rückt der ursprüngliche Grund für das Pendeln schnell in den Hintergrund. Ob es zum Vermeiden der hohen Mieten in den Ballungsräumen, aus Ortsverbundenheit oder einfach aus fehlenden beruflichen Perspektiven nahe ihrer Heimat ist, spielt dann schnell eine untergeordnete Rolle.

Muss diese enorme Belastung tatsächlich sein oder gibt es nicht alternative Lösungen, um Mensch und Arbeit einander näherzubringen? Und liegt darin vielleicht eine Chance für Unternehmen, künftig Talente zu gewinnen? Gerade Unternehmen, die eine unbekannte Arbeitgebermarke besitzen oder in einem strukturschwachen Gebiet angesiedelt sind, können von einer Flexibilisierung der Arbeitszeit profitieren. Die Einführung flexibler Arbeitszeiten und –modelle erlaubt es Mitarbeitern, selbstbestimmt ihr Pensum einzuteilen und trägt positiv zur Bindung an den Arbeitgeber bei.

Ein Ende 2015 veröffentlichter Forschungsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales1) hat Mitarbeiter zum Umgang ihrer Unternehmen mit der Arbeit im Homeoffice befragt. Dabei zeigte sich, dass hochqualifizierte Arbeitnehmer oft im Homeoffice arbeiten. Doch nicht nur Führungskräfte, sondern auch Erziehungsberechtigte mit Kindern unter 14 Jahren arbeiten gerne in einer Mischung aus Homeoffice und Büro. Jeder dritte Befragte gab an, gelegentlich im Homeoffice zu arbeiten – entweder um außerhalb der Arbeitszeit Themen abzuschließen (durchschnittlich 2,8 Stunden in der Woche) oder um seiner regulären Arbeit nachzugehen (durchschnittlich 6,6 Stunden). Zwei Drittel der Befragten äußerten Bedenken über das Konzept Homeoffice. Deutschland habe eine ausgeprägte Anwesenheitskultur und ihre Art der Arbeit halte sie davon ab. Manche haben dabei Vorbehalte, Arbeit und Privates nicht miteinander vermischen zu wollen.

Dabei sind die Vorteile flexibler Arbeitszeitvereinbarungen vielfältig: Menschen, die bestimmte Ziele erreichen sollen, können ihre individuelle Leistungsfähigkeit selbst am besten einschätzen und zu den für sie passenden Zeiten höchst produktiv arbeiten. Die größere Flexibilität hilft dabei, Auftragsschwankungen auszugleichen. Die Motivation steigt, die Fehlzeiten sinken und gerade in kreativen Berufen ist selbstbestimmtes Arbeiten ohnehin die Regel, nicht die Ausnahme. Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein geringerer Pendelaufwand und individuell günstigere Arbeitszeiten wurden von der überwiegenden Mehrheit der im Rahmen der BAMS-Studie Befragten als Vorteile genannt. Für die nötige Kohärenz im Team sorgen fixe Tage oder Treffen, sowie eine klare Aufgabenverteilung, bei der sich die Mitarbeiter untereinander absprechen und aufeinander verlassen können.

Natürlich kann eine Arbeitszeitflexibilisierung auch mit Nachteilen verbunden sein. Diese lassen sich bei guter Organisation zumeist vermeiden. Da ist zum einen eine signifikante Überschreitung der vereinbarten Arbeitszeit. Ob Vertrauensarbeitszeit, Projektziele oder Homeoffice – Mitarbeiter sollten einen schriftlichen Überblick über ihre Arbeitszeit führen und bei Bedarf auf Probleme oder Überlastung hinweisen. Die Kommunikation im Team sowie seitens der Führungsebene sollte auf bestimmte Tageszeiten beschränkt sein. Die permanente Erreichbarkeit wird nicht nur als stressig empfunden, sondern wird mit als entscheidender Grund für Überarbeitung und Erschöpfung angeführt.

Das Thema Arbeitszeitflexibilisierung ist für einen professionellen Dienstleister wie Mercuri Urval nicht nur bloße Theorie, sondern gelebte Praxis. Unsere Beraterinnen und Berater stehen täglich vor der Aufgabe, sich selbst zu strukturieren und vereinbarte Ziele zu erreichen. Aufgrund der Vielseitigkeit der Tätigkeit ist es weder möglich noch ratsam, die Arbeit nur von einem fixen Büro heraus zu tätigen. Gerade im Executive Search ist es aus Gründen der Diskretion erforderlich, die Kandidaten dann zu kontaktieren, wenn sie Zeit haben. Das liegt meist vor 9 Uhr oder nach 18 Uhr. Dabei spielt es für uns keine Rolle, wo sich unser Berater aufhält – was zählt ist unser exzellentes Ergebnis.

1) Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Forschungsbericht 460, Mobiles und entgrenztes Arbeiten, Oktober 2015, ISSN 0174-4992

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