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Chefärzte sind nicht bloss Mediziner

Deshalb sind Persönlichkeitsbeurteilungen in der Gesundheitsbranche wichtig

Spitzenpositionen in der Medizin werden meist mit der besten Fachperson besetzt. Doch sind die Anforderungen an Chefärzte längst nicht mehr nur medizinischer Art. Zusätzlich zur Fachkenntnis sollten heutige Auswahlverfahren deshalb zusätzliche Aspekte beurteilen. 

Anders als in den meisten anderen Wirtschaftszweigen übernimmt in der Medizin oft immer noch die beste Fachperson die Spitzenposition. Die Akzeptanz im Ärztekollegium hat mit Ausbildung, Forschung und Publikation, Erfahrung und Wissensvermittlung zu tun. Jedoch sind auch in dieser Branche die Anforderungen gestiegen. Sie sind komplexer und vielfältiger geworden: Betriebswirtschaftliche und klassische Führungseigenschaften gehören dazu. Kompetenzen in diesen Bereichen dürfen nicht nur als notwendiges Übel neben der Medizin verstanden werden.

Das sollten Chefärzte beachten:

-          Interdisziplinäre Aufgaben: Das Interesse an (volks-)wirtschaftlichen Hintergründen und Zusammenhängen gehört zu den Pflichten eines Chefarztes dazu. Dies nicht erst seit der Einführung der Fallpauschalen.

-          Führungseigenschaften: Die Bereitschaft, sich auch ausserhalb klar umrissener Hierarchien und medizinischer Abläufe als Person einzubringen und sich zu exponieren, ist für Chefärzte unabdingbar.

-          Positionierung am Markt: Die Sichtbarkeit einer Klinik und die Pflege des Beziehungsnetzes im Einzugsgebiet sind Aufgaben des Chefarztes. Damit verfügt er über einen starken Hebel auf die Fallzahlen und das betriebswirtschaftliche Ergebnis.

Diese gestiegenen Anforderungen sollten sich auch in den Auswahlverfahren der Kliniken und Spitäler niederschlagen. Neben der sorgfältigen medizinischen Evaluation, ist die Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit der potenziellen Führungskraft zentral.

Das bringt eine Persönlichkeitsbeurteilung

Für Kliniken und Spitäler: Neutrale, unabhängige und funktionsspezifische Aussensicht
Meist sind nicht alle Anforderungen durch eine Person unter einen Hut zu bringen. Im Entscheidungsprozess hilft es, zu wissen, wo und warum man allenfalls Abstriche am Wunschprofil machen muss. Lücken werden also erkannt und können nach der Ernennung durch Ausbildung, Coaching oder andere flankierende Massnahmen im Umfeld verringert oder kompensiert werden.

Für Kandidaten: Standortbeurteilung der Führungseigenschaften
Stärken und Schwächen bezüglich nichtmedizinischer Aufgaben einer spezifischen Führungsfunktion werden ersichtlich. Dies ermöglicht es, gezielt Stärken zu nutzen respektive allfällige Schwächen zu kompensieren.

Trotz dieser Vorteile für alle Beteiligten sind Persönlichkeitsbeurteilungen in der Medizin heute leider immer noch die Ausnahme. Sie sind jedoch künftig unabdingbar, damit die fähigsten Fachkräfte an Spitzenpositionen gelangen.

 

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Categorised in: Allgemein, Schweiz

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