It's all about people.

Mitarbeiterbefragungen

Ein Geschäftsbericht von unten

Mitarbeiterbefragungen

Unternehmen sind es gewohnt, auf die sich ständig verändernden Herausforderungen ihrer Märkte prompt und kompetent zu reagieren. Um die dazu benötigten Steuerungsdaten zu erhalten setzen Unternehmen vielfältige Mittel und Methoden ein. Dadurch gewinnen Sie wichtige Informationen über Märkte, Wettbewerber, Rahmenbedingungen, technologische Veränderungen, das eigene Image und natürlich über eine Vielzahl betrieblicher Kennzahlen. Alle diese Informationen nutzen das Unternehmen zur stetigen Anpassung. Ob das Unternehmen dann tatsächlich wettbewerbsfähig aufgestellt ist, geben darüber Kennzahlen wie Umsatz und Profit Auskunft. Sind diese Zahlen schwarz, ist alles in Ordnung, oder….?

Diese Kennzahlen zeigen nur das Gesamtergebnis eines Unternehmens und die konkret gemessene Leistungsfähigkeit einzelner Bereiche, Abteilungen oder Prozesse. Sie sagen nichts aus über die Wirkung nach Innen auf Mitarbeiter, über ihre Zufriedenheit, ihre Einstellung, Ansichten und Einschätzungen. Um betriebliche Strukturen und Arbeitsabläufe, die ja erst durch Menschen mit Leben gefüllt werden, optimal organisieren zu können und allen Mitarbeitern ein motivierendes Umfeld schaffen zu können, in welches sie sich dann auch aktiv und kreativ einbringen wollen, ist es wichtig, diese Menschen, Ihre Ansichten und Einschätzungen möglichst gut kennenzulernen und dieses Wissen bei der inneren Organisation des Unternehmens zu nutzen.

In sehr kleinen Unternehmen, wo jeder mit jedem täglich zu tun hat, ist dieses Wissen grundsätzlich recht leicht zu erlangen, sofern man sich im Tagesgeschäft die Zeit zur Kommunikation miteinander nimmt und das erlangte Wissen dann konsequent zur Weiterentwicklung der Organisation nutzt. Ist im Tagesgeschäft die Distanz zwischen den Mitarbeitern aber auch nur etwas größer, bilden sich automatisch Informations- und Meinungsinseln. Eine Mitarbeiterbefragung ist in der Lage, in periodischen Abständen diese Distanz aufzuheben und damit aktives Kommunikationsinstrument zwischen Unternehmungsführung und ALLEN Mitarbeitern zu sein.

Eine Mitarbeiterbefragung umfasst viele Themen: die Arbeit selbst, Führung, Information, Kommunikation, Zusammenarbeit, Mitarbeiterentwicklung usw… Firmen sollten wissen wollen, wie sich das Zusammenspiel von Menschen, Regeln und Strukturen auswirkt. Mitarbeiter wissen, was gut läuft und was nicht, wo ggf. anzusetzen ist, um die Qualität der Arbeitsabläufe und des Arbeitslebens zu verbessern, um Organisationsänderungen bewerten zu können usw… Sie werden ermuntert, eigene Ideen und Überlegungen einzubringen, wodurch häufig bereits die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen gefördert wird.

Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Firma hat ihren Außendienstlern deutlich mehr Aufgaben im administrativen Bereich gegeben, um Informations- und Zeitverluste zwischen Innen- und Außendienst zu vermeiden. Die betroffenen Mitarbeiter haben die Notwendigkeit aber nicht verstanden und viele von ihnen empfanden die ungewohnten administrativen Tätigkeiten als extrem hinderlich für die “eigentliche” Aufgabe bzw. waren von ihrer Persönlichkeit her keine “Schreibtischmenschen”. Die Motivation litt enorm. Das zeigt: Verändert man etwas an einer Organisation, können sich Folgen ergeben, von denen das Management erst mal nichts mitbekommt. Umsatz und Profit können ja trotzdem ganz gut aussehen. Aber man weiß nicht: Tickt irgendwo eine Zeitbombe? Mit Befragungen kann man sie finden und entschärfen.

Das Unternehmen gewinnt durch eine Mitarbeiterbefragung Informationen und hört Meinungen darüber, wo betriebliche Stärken und Schwächen sind. Wohlgemerkt: Meinungen – diese aber quantifiziert und von einer möglichst repräsentativen Gruppe, nicht von einigen Wenigen. Schwachstellen können so ausfindig gemacht und durch konkrete Veränderungsprozesse behoben werden, aber auch positive Erfahrungen werden erkannt und verstärkt.

Es liegt im Interesse der Unternehmen, möglichst repräsentative, ungeschminkte Informationen von einer möglichst großen Anzahl ihren Mitarbeitern zu erhalten. Gut konzipierte Befragungen erreichen Rücklaufquoten von über 75%, was aber immer noch bedeutet, das ein Viertel der befragten Mitarbeiter sich nicht beteiligt hat. Die glaubhaft zugesicherte und konsequent gewahrte Anonymität des Einzelnen ist unverzichtbarer Bestandteil einer Befragung und unverzichtbare Grundlage dafür, den “O-Ton” auch von den sonst Stillen und Zurückhaltenden zu erhalten.

Sorgfältige Planung und vor allem gute Kommunikationsarbeit von Beginn an sind wesentlich. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen die Ziele des Projektes kennen und mittragen. Die Konzipierung und Organisation einer Befragung durch Repräsentanten aus allen Funktionsbereichen des Unternehmens und des Betriebsrats sorgt von Beginn an für Transparenz und – in der Phase der eigentlichen Befragung – für das Vorhandensein von Multiplikatoren im gesamten Unternehmen.

Eine Mitarbeiterbefragung zeigt das Interesse der Unternehmensführung an der ungeschminkten, ehrlichen Meinung seiner Mitarbeiter auf. Hierdurch setzt sich das Unternehmen aber auch ganz bewusst dem Druck aus, sich dieser Meinung zu stellen, daraus zu lernen und “besser” werden zu wollen. Aus einer Mitarbeiterbefragung müssen sich Maßnahmen ergeben, sonst wird eine Befragung zum Bumerang.

Die Ergebnisse einer Befragung müssen daher zunächst den Beteiligten transparent dargestellt und kritische Nachfragen offen und wertschätzend geklärt werden. Unstimmigkeiten oder kleinste Fehler in der Auswertung sorgen sonst für einen erheblichen Vertrauensverlust bei den Betroffenen und stellen eine ganze Befragung in Zweifel. Die gewonnenen Informationen müssen diskutiert und interpretiert werden und in einem Maßnahmenkatalog Niederschlag finden. Mitarbeiter erwarten keine Wunder, aber sie brauchen das Gefühl, ernst genommen worden zu sein und müssen Schritte in die richtige Richtung sehen.

Moderne Unternehmen haben Mitarbeiterbefragungen als bewährtes Mittel erkannt, die innerbetriebliche Kommunikation zu stärken und gemeinsam an organisatorischen oder kulturellen Schwachstellen zu arbeiten. Diese Unternehmen wiederholen Mitarbeiterbefragungen in regelmäßigen Abständen und vergleichen Gesamt- und Einzelergebnisse als internen Benchmark zur jeweils letzten Befragung. Die Dynamik vieler, vor allem größerer Unternehmen, mit ihrem oft hohen Grad der stetigen Umorganisation, lassen belastbare Benchmarks oft nicht zu. Hier hat sich bewährt, die Ergebnisse einfach für sich sprechen zu lassen und die Dinge in Angriff zu nehmen, die getan werden müssen.

 

Mehr Informationen  erhalten Sie unter:
www.mercuriurval.com/de/Countries/Deutschland/Unsere-Leistungen/Rekrutierung/Employer-Branding

Tagged as: , , ,

Categorised in: Allgemein, Deutschland

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

css.php