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Verpackungsindustrie: Stolpersteine bei der Internationalisierung vermeiden

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Gesättigte Kernmärkte in Europa und Nordamerika sorgen in vielen Unternehmen dafür, dass der Blick immer öfter auf die Wachstumsmärkte in aufstrebenden Ländern wie Brasilien, Südafrika, Saudi-Arabien oder Südostasien gerichtet wird. Die seit jeher international ausgerichtete Verpackungsindustrie musste bislang oft nur ihren wichtigsten Kunden aus der Food- und Pharma-Branche folgen, um durch Internationalisierung zu wachsen. Die Werke wurden lokal gebaut, aber deren Führung erfolgte durch die Zentrale in Deutschland.

Um jedoch weiter wachsen zu können, orientieren sich die Unternehmen der deutschen Verpackungsindustrie nicht länger nur an den Global Playern, sondern arbeiten im außereuropäischen Ausland auch mit mittelständischen und kleineren Food- und Pharma-Unternehmen zusammen. Bei der Erschließung und Entwicklung dieser neuen Märkte stehen die Unternehmen allerdings vor einer Reihe von Hürden: Zum einen sind da die lokalen Wettbewerber, die als Platzhirsche einen Informations- und Wettbewerbsvorteil haben. Zum anderen gibt es nationale Reglementierungen, die neben Umweltaspekten oft auch das Ziel verfolgen, die heimische Industrie vor Konkurrenz zu schützen. Die Ansprüche an umweltgerecht hergestellte und recycelbare Verpackungen steigen überall auf der Welt.

Es ist für die bislang zentral gesteuerten Unternehmen eine organisatorische Herausforderung, flexibel auf die unterschiedlichen kulturellen Bedingungen des jeweiligen Landes zu reagieren. Das erfordert ein Umdenken und die Anpassung der Organisation, denn anstatt wie gewohnt eine von der Zentrale in Deutschland vorgegebene Strategie durchzusetzen, die unter Umständen nicht zu dem ins Auge gefassten Markt passt, müssen lokale Einheiten nun flexibler geführt werden, ohne die gesteckten Ziele aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig müssen die technischen Innovationen, die in Deutschland entwickelt werden, vor Ort an die lokalen Bedingungen und Anforderungen angepasst werden.

Die zweite Herausforderung besteht darin, die Investition im Ausland durch die Rekrutierung der richtigen Mitarbeiter in dem jeweiligen Land abzusichern. Sie müssen einerseits mit dem lokalen Markt der Verpackungsindustrie vertraut sein, die industriellen Standards der Branche kennen und ein Verständnis für die organisatorischen und kulturellen Besonderheiten deutscher Unternehmen mitbringen. Im Idealfall haben sie bereits für deutsche oder europäische Unternehmen gearbeitet. Eine Möglichkeit besteht darin, gemischte Teams einzusetzen, in denen der Geschäftsführer und die Vertriebsmitarbeiter aus dem jeweiligen Land kommen, der technische Leiter und andere, schwer vor Ort rekrutierbare Spezialisten jedoch von der Zentrale in Deutschland entsendet werden. Auch für sie gilt: Auslandserfahrung sowie Aufgeschlossenheit im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen ist Voraussetzung, dass die Arbeit in gemischten Teams möglichst reibungslos funktioniert.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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