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Wie Digitalisierung das HR-Management verändert

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Unsere Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mitten in der vierten Welle der industriellen Revolution. Nach Dampfmaschinen, Fließband und Informationstechnologie ist es nun die Digitalisierung, die die Arbeitswelt tiefgreifend verändert. Das betrifft selbstverständlich auch die Art, wie Unternehmen Arbeitskräfte suchen und im Unternehmen halten können. Im Fokus stehen dabei das Performance Management, Employer Branding, Learning & Development und Recruitment.

Die Einsatzmöglichkeiten digitaler Lösungen decken einen Großteil der heutigen, durch Menschen ausgeführten Tätigkeiten ab. Gerade die digitalen Technologien haben einen entscheidenden Einfluss, nicht nur auf beruflicher, sondern ebenso auf privater Ebene. Die Art wie wir leben, miteinander kommunizieren, Erfahrungen sammeln und auch der Ansatz, wie wir arbeiten, verändern sich. Über alle Industrien und Branchen hinweg ist der HR-Bereich im besonderen Fokus, digitalisiert zu werden: sei es mithilfe von Analytics-Lösungen, Nutzung von Social Network/Media-Kanälen oder Lösungen für mobiles Arbeiten und Kommunizieren. Dabei darf selbstverständlich nicht vergessen werden, dass Digitalisierung, auch wenn sie maßgebliche Veränderungen im Unternehmen auslöst, kein Ersatz für modernes Leadership und persönliches Netzwerken sein kann. Im Folgenden sollen vier große Säulen des HR-Managements auf ihre Veränderungsfähigkeit mittels Digitalisierung betrachtet werden.

Performance Management: Die nächste Generation an Performance Management-Lösungen richtet den Blick nicht länger auf die Automatisierung von Prozessen und Abläufen – dieses Thema ist bereits zur Genüge abgearbeitet. Der Fokus beim digitalen Performance Management liegt auf der User Experience im digitalen Arbeitsumfeld. Wie können Mitarbeiter und Vorgesetzte besser miteinander verbunden werden, schneller und beweglicher miteinander Interagieren und Kollaborieren, wodurch  Feedback und Informationen effektiver verteilt werden.

Employer Branding: Auf einem Markt mit intensivem Wettbewerb spielt eine starke Unternehmensmarke eine entscheidende Rolle, wenn es um die Bindung von Talenten an das Unternehmen geht. Unternehmen stehen schnell im digitalen Fokus und können gezielt über Omnichannel Employer Marketing-Strategien eine wesentlich größere Zielgruppe erreichen, als es über klassische Kanäle möglich war. Daher ist die Entwicklung der meisten Unternehmen hin zu einem digitalen Employer Branding nachvollziehbar und eine Lösung, um die eigene Marke bei potenziellen Bewerbern und Talenten erfolgreich zu aktivieren und das Unternehmen als Digital zu positionieren.

Learning & Development: Die Möglichkeit zur Weiterbildung und Schulung von Mitarbeitern stellt eine weitere Möglichkeit dar, als Unternehmen Talente zu fördern und dadurch auch an sich zu binden. Neben dem Ansatz, dass Weiterbildungen stärker über Online-Kanäle umgesetzt werden, wodurch sich Mitarbeiter dezentral und zeitunabhängig neue Themen aneignen können, gibt es ein aussichtsreiches Verfahren, welches aktuell sehr gute Ergebnisse erzielt. Durch die Gamifikation von Lerninhalten soll der Teilnehmer stärker motiviert werden, mehr Leistungen zu erbringen oder monotone Tätigkeiten erfolgreicher durchzuführen. Man nutzt also Spielmechaniken und Spielprinzipien für spielfremde Anwendungen.

Recruitment: Im Bereich der Rekrutierung von Mitarbeitern kann Digitalisierung im wesentlichen auf zwei Faktoren einwirken: Zeit und Effizienz. Dank einer digitalen Rekrutierungsstrategie sind Unternehmen in der Lage, eine größere Anzahl von Bewerbern in kürzerer Zeit zu generieren. Tools zur Umsetzung dieser Strategie können zum Beispiel Rekrutierungsvideos des Unternehmens sein, die über digitale Kanäle distribuiert werden. Gleichzeitig kann durch Analytics-Lösungen eine effektivere Auswertung der Bewerberpools durchgeführt werden, was wiederum neue Rekrutierungsstrategien bei der Vorselektion der Kandidaten ergeben kann.

Fazit: Aktuell sind viele HR-Bereiche noch nicht ausreichend digital ausgestattet, weder vom IT-System her, noch von der Nutzung digitaler Kanäle, etwa für Employer Branding. Veraltete Legacy Systeme und heterogene Enterprise Resource Plannng-Landschaften sorgen für eine verschleppte Digitalisierung des HR-Managements. Das Thema Big Data/Analytics wird dabei häufig als Entscheidungshelfer unterschätzt, obwohl Bereiche wie Performance Management und Employer Branding hierdurch eine starke Potenzialsteigerung erleben dürften. Die sogenannten Digital Natives werden mehr und mehr Einzug in Unternehmen halten und damit wird langfristig auch die Unternehmenskultur die Digitalisierung als Wert aufnehmen und ein agileres, dezentrales  Arbeiten zur Normalität werden. Auf der anderen Seite gibt es bereits Bereiche, die in der digitalen Evolution einen Schritt weiter sind. Diese sollte man als innovative Vorlagengeber verstehen und auch so nutzen. Das HR-Management steckt mitten in der vierten Revolution und wird diese mit neuen Technologien und Techniken für eine veränderte Arbeitswelt hinter sich lassen.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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