It's all about people.

Wie „Reverse Accountability“ Motivation und Innovationskraft fördert

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Mitte Oktober konnte Mercuri Urval im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe Executive Circle Führungskräfte unterschiedlicher Branchen zu zwei spannenden Vorträgen zum Thema stärkere Mitarbeiterbindung im Sheraton Hotel Airport Düsseldorf begrüßen. Michael Schäfer, Senior Vice President Mercuri Urval, hatte dazu Joachim Dahmer (im Bild links), Regionalleiter des schwedischen Büromöbelherstellers Kinnarps, sowie Alexander Nowroth (rechts), Managing Partner der Lebenswerk Consulting Group, eingeladen.

Im ersten Teil, den Sie hier lesen können, geht es um die Mitarbeiterbindung durch eine zeitgemäße Büroorganisation.

Den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wenn es um die Sicherung des unternehmerischen Erfolges geht, gehört zum Credo von Mercuri Urval: It’s all about people. Auch die Lebenswerk Consulting Group stellt maßgeblich darauf ab und sieht in der Arbeit nicht bloß eine befristete Tätigkeit, sondern kreatives und sinnvolles Schaffen. Umso alarmierender sind die Zahlen der „Engagement Indices“ von Gallup, denen zufolge 85 Prozent der Mitarbeiter keine oder nur eine sehr schwache emotionale Bindung an ihr Unternehmen haben.

Die zwei wichtigsten Innovationen des 20. Jahrhunderts sind für Alexander Nowroth die Einführung des modernen Managements für große Unternehmen und das Internet. Dabei verkörpert das Internet genau die Werte, die Unternehmen benötigen, wenn sie innovativ sein möchten: kontinuierliche Information, dezentraler Aufbau, Flexibilität und Agilität. Diese Werte stehen den Werten des klassischen Management-Aufbaus in großen Unternehmen mit pyramidenförmigen Hierarchien entgegen: Eingeschränkte Information, zentraler Aufbau, starre Strukturen und Prozesse. Deshalb stehen Unternehmen seiner Ansicht nach vor drei Herausforderungen: Sie müssen die Fähigkeit zur schnellen Anpassung verbessern, die nachfolgenden Mitarbeitergenerationen an sich binden und dem wachsenden Druck auf Margen standhalten können.

In allen Unternehmen sind es die Mitarbeiter, die Eigeninitiative, Kreativität und Leidenschaft einbringen, die ein Unternehmen innovativ und erfolgreich machen. Doch dazu zählen höchstens 20 Prozent. Das brach liegende Potenzial von 80 Prozent der Mitarbeiter kann nur freigesetzt werden, wenn die bisherige Führungspyramide ein Stück weit auf den Kopf gestellt wird. Anstatt immer nur Prozesse, Produkte und Strategien zu verbessern, setzt „Reverse Accountability“ darauf, die Führung selbst als zentrales Element jedes Unternehmens zu verbessern. Führung 4.0 ist der Wegbereiter zu radikalen Innovationen im Unternehmen, in dem das Kreativitätspotenzial aller Mitarbeiter erschlossen wird.

Anstatt Aufgaben zu übertragen und deren Ausführung zu kontrollieren, sollte das Management den Mitarbeitern die notwendigen Informationen und Ressourcen zur Verfügung stellen, um eigenverantwortlich oder in kleinen Teams Probleme zu lösen. Innovationshemmende Prozesse müssen analysiert und abgebaut und Anreize für Innovationen geschaffen werden. Dazu gilt es, den Zugang zu zeitlichen und finanziellen Ressourcen freizumachen, damit ein Innovationswissensaufbau stattfinden kann. Denn Innovationen sind nicht länger ein nice to have, sondern fundamentaler Bestandteil jedes erfolgreichen Unternehmens. Apple, Alphabet, 3M, Tesla und Amazon sind nicht umsonst seit Jahren die erfolgreichsten, weil innovativsten Unternehmen. Der Textilhersteller W.L. Gore & Associates sowie HCL Technologies Umgekehrt sind zwei weitere Unternehmen die zeigen, wie man mit eigenverantwortlichen Mitarbeitern und agilen Strukturen höchst erfolgreich sein kann. Umgekehrt beweisen die Schicksale von Nokia, Opel, Schlecker oder General Electric, wie schnell Innovationen Märkte verändern und Unternehmen in Gefahr bringen können.

Der bekannte US-Ökonom Peter F. Drucker beschrieb den Unterschied von Management und Leadership deshalb sehr treffend: „Management is doing things right; leadership is doing the right things.“ Dass das Management sein Handeln heute mehr denn je hinterfragt, stellen wir bei Mercuri Urval auch am steigenden Interesse an Management Audits fest. Führung 4.0 ist und bleibt Führung, denn motivierte Mitarbeiter und Innovationen kommen nicht von selbst.

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