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Work-Life-Balance – Geld allein reicht nicht für zufriedene Mitarbeiter

Work-Life-Balance

Die Unternehmenslenker in Deutschland stehen vor einem Dilemma: Einerseits verläuft die Wirtschaftsentwicklung in vielen Branchen sehr positiv, andererseits suchen viele Unternehmen nach qualifiziertem Personal. Geld für gute Gehälter ist zwar oftmals vorhanden und auch um die Aufstiegschancen ist es meist gut bestellt, da die Baby-Boomer langsam in den Ruhestand gehen. Doch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen in den Bewerbungs- und Entwicklungsgesprächen erkennen, dass ein hohes Gehalt für sie nicht das Maß aller Dinge ist. Die Work-Life-Balance, also die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, rückt immer mehr in den Vordergrund.

Grundsätzlich gibt es für Unternehmen zwei Möglichkeiten, um dieses Problem zu lösen: Vermischung oder Trennung. Bei der Vermischung von Leben und Arbeit, auch als Work-Life-Blending bezeichnet, wird das Arbeitsleben in das Privatleben integriert. Dank des technologischen Fortschritts ist es heute viel leichter möglich, auf starre Arbeits- und Anwesenheitszeiten zu verzichten und stattdessen mit den Mitarbeitern Leistungsziele zu vereinbaren. Wann und wo sie diese erreichen, liegt dann in ihrer Verantwortung. Auf diese Weise können gerade junge Mütter und Väter Beruf und Familie leichter unter einen Hut bringen. Für das Management bedeutet dies, das Unternehmen strukturell und kulturell auf ein hohes Maß an Flexibilität einzustellen und entsprechende Ziele mit den Mitarbeitern zu definieren. Abteilungs- und Teamleiter haben dann einen eher lockeren Zugriff auf ihre Mitarbeiter.

Eine strikte Trennung von Arbeit und Privatleben erfordert dagegen ein anderes Organisations- und Führungsmodell. Es basiert im Wesentlichen auf der Erfassung der Arbeitszeit und der Definition von Kern- und Gleitzeiten. Außerhalb dieser Zeiten sind die Mitarbeiter nicht verfügbar – auch nicht per E-Mail oder Smartphone. In den täglichen Gesprächen mit Kandidaten und Unternehmen fällt auf, dass die klare Trennung Arbeit und Privatleben eine erstaunliche Renaissance erlebt, denn dadurch ist die Ausgewogenheit auf natürliche Weise gegeben. Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass das Arbeitszeitmodell für viele Mitarbeiter zunehmend genauso wichtig ist wie der Gehaltsrahmen.

Wie können Unternehmen darauf angemessen reagieren? Die ausgewogene Verbindung von Arbeit und Privatleben definiert schließlich jeder Mensch individuell. Manager sollten in Absprache mit den Fach- und Führungskräften beide Möglichkeiten für das Unternehmen und die einzelnen Aufgabenbereiche offen halten. Die organisatorische Mühe lohnt sich, denn so gewinnt das Unternehmen an Attraktivität als Arbeitgeber, erhöht die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft seiner Mitarbeiter und spart Personalkosten durch geringere Fluktuation, weniger krankheitsbedingte Ausfälle und ein besseres Betriebsklima.

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Categorised in: Allgemein, Deutschland

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